Dezentrale Erstellung von TD an verteilten Standorten
Im Großen Saal des Konferenzzentrums auf der Maininsel verfolgten die Zuhörer eine spannende Diskussion rund um das Thema "Dezentrale Dokumentationserstellung".
Die Teilnehmer von Podium 3 nach der Diskussionsrunde
Im Verlauf der von Frau Dorothea Dentz (SAP, 4.v.r) moderierten Diskussion suchte man immer wieder nach einer klaren, griffigen Definition für Dezentralisierung:
Jerome Leicht (Bosch, 1.v.r.) präsentierte ein System, bei dem eine Redaktionsleitungszentrale darüber wacht, dass die dezentrale, XML-basierte Dokumentationserstellung nach gemeinsamen Standards erfolgt.
Elmar Fina (Fujitsu, 2.v.r.) und Martin Jung (cognitas, 3.v.r.) stellten ein Modell vor, bei dem Dezentralisierung als Ausgründung, als Verlagerung der firmeneigenen Dokumentationsabteilung aus der Firmenzentrale heraus, verstanden wurde.
Für Christina Hencke (Siemens, 4.v.l.) und Stephan Greisinger (T3, 3.v.l.) diente das erfolgreiche Outsourcing eines Dokumentationsprojekts an einen externen Dienstleister als Beispiel für ihr Verständnis von Dezentralisierung.
Thomas Gruner (Maxon, 2.v.l.) und Michael Carl Enderstein (ditto, 1.v.l.) stellten dagegen ein Dokumentationskonzept vor, dass weitgehend ohne zentrales Management, dedizierte Fachkräfte und Spezialsoftware auskommt.
Die Dokumentationsstruktur wird von Maxon mit einfachen Dokumentvorlagen und Styleguides vorgegeben, während Qualitätssicherungsmaßnahmen - etwa die Sicherung terminologischer Konsistenz - im Zuge der Übersetzungsarbeit von der ditto KG durchgeführt werden.
Wie sich herausstellte, konnte man die vorgestellten Konzepte nur schwer gegen einander in Stellung bringen. Denn die drei erstgenannten Konzepte mit ausgeprägt hiercharchischen Strukturen waren bei Großunternehmen wie Siemens, Bosch und Fujitsu entstanden. Das 'demokratische' Konzept der ditto KG hingegen wurde mit Erfolg bei der mittelständisch geprägten Firma Maxon umgesetzt, wo flache Hierarchien und ein hohes Maß an Eigenverantwortung die Arbeitswelt der Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten prägen.
Vor diesem Hintergrund glich das Podium 3 mehr einem höflichen Erfahrungsaustausch als einer kontrovers geführten Diskussion und Frau Dentz hatte wenig Mühe, den Diskurs zu lenken.
Bedanken möchten wir von der ditto KG uns bei Thomas Gruner von der Maxon GmbH, der mit Witz und Sachverstand unserer Präsentation viel Farbe verlieh, und - stellvertretend für die vielen freundlichen Gesichter im Publikum - Anneliese Diederichsen von der bizitext GmbH, der wir das Foto oben verdanken.
für Rückfragen: enderstein@ditto-trans.de / tgruner@maxoncorp.com